Die neuen EU-Richtlinie :

 

2018

 

Quads und ATV's müssen die Schadstoffwerte der EURO 4 Norm erfüllen

 

Was 2017 bereits große Motorräder betraf, gilt seit dem 01.01.2018 auf für Mofas, Mopeds, Microcars, Trikes oder Quads. Als Folge der VERORDNUNG (EU) Nr. 168/2013 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 15. Januar 2013 über die Genehmigung und Marktüberwachung von zwei- oder dreirädrigen und vierrädrigen Fahrzeugen können diese Fahrzeuge jetzt nur noch dann neu zum Straßenverkehr zugelassen werden, wenn sie mindestens die Voraussetzungen der EURO 4 Norm erfüllen. 

Viele Hersteller haben reagiert, CF hat zum Beispiel bei ihrem Flaggschiff CF820 den Motor gedrosselt um die Abgasnorm zu erhalten, die Ironie für deutsche Kunden ist, das rund 90% der CF 820 als LOF zugelassen werden und es (noch)  das bei einer LOF Zulassung es gar keine Abgasuntersuchung notwendig ist. Jedoch muss man den Importeur verstehen da KSR  nicht nur Deutschland beliefert und es in anderen Ländern keine LOF Zulassung vorhanden ist. Wer sich also mit dem Gedanken trägt, neues Quad oder ATV zu kaufen, sollte - besonders beim Kauf eines Neufahrzeugs - aufmerksam sein. Es wäre schade, wenn die Freude über das vermeintliche Schnäppchen dem Frust weicht, wenn festgestellt werden muss, dass das Fahrzeug nicht mehr zulassungsfähig ist.

 

 

Die neuen EU-Richtlinie :

2017

 

In der Quad- und ATV-Szene herrscht Spannung vor dem 1. Januar 2017, denn ab dann wird die EU-Verordnung 168/2013/EG zur „Genehmigung und Marktüberwachung von zwei- oder dreirädrigen und vierrädrigen Fahrzeugen“ auch für Quads und ATVs in Kraft treten.

Seit Jahren arbeiten viele Hersteller und Importeure daran, ihre Fahrzeuge den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Einige – wie zuletzt ein großer japanischer Hersteller – haben jedoch das Handtuch geworfen und wollen zukünftig keine Quads und ATVs mehr nach Europa exportieren.

Andere Hersteller  arbeiten daran, dass alle ATVs ab Anfang 2017 den neuen Bestimmungen entsprechen. Die ersten nach der neuen Richtlinie produzierten Modelle stehen bereits Ende 2016 bei den Händlern. 

 

Besonders attraktiv ist, dass es statt der bisherigen 15 kW-Grenze ein 90 km/h-Grenze geben wird. „Damit dürfen die kleineren Modelle in Zukunft praktisch ungedrosselt ausgeliefert werden, bei den größeren Fahrzeugen fällt die Drosselung eher gering aus. Relevanz dürfte diese Änderung vor allem für professionelle Anwender wie Landwirte, Förster und Winterdienstleister haben. „Die meisten dieser Profi-Nutzer brauchen Leistung zum Ziehen von Lasten, zum Schneeschieben oder für steile Geländepassagen. Die Höchstgeschwindigkeit auf der Straße ist für sie eher unbedeutend. Nehmen wir zum Beispiel, die CForce 820 von CF-Moto, . Ob das ATV jetzt nur 90 km/h Höchstgeschwindigkeit hat oder 99 km/h, ist für die meisten Nutzer irrelevant. Aber dass ihnen jetzt statt 14,8 kW Leistung 43 kW und statt 30 Nm Drehmoment 67 Nm zur Verfügung stehen, ist ein Riesenvorteil.

Der altbekannte Kettenantrieb von Sportquads fällt  weg! Ab 2017 muss jedes Quad muss über ein Differenzial verfügen.

Das gesetzlich vorgeschriebene Differential wird gerade bei den Jägern, die meistens etwas älter und entsprechend sicherheitsbewusster sind als die sogenannten Spaßfahrer, viele Sicherheitsbedenken wegwischen.

 

Die nationale Regelung in Deutschland, nach der ATVs auch als „land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen (LoF)“ zugelassen werden können, ist von der EU-Regelung nicht berührt. Außerdem werden Traktoren in den meisten Ländern steuerlich bevorzugt.